Braunkohleabbau im Landkreis Ludwigslust - Wir sagen nein!
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INFORMATIONEN
..ohne Anspruch auf Vollständigkeit..

Jahre 1928/1929 erstmalig Funde von Diatomeenkohle bei Ölbohrversuche um Lübtheen

Jahr 1965
Bei einer Forschungsbohrung stießen die Geologen bei Pritzier (Lübtheen) auf mecklenburgische Kohle (Diatomeenkohle)

Jahr 1975 wurden drei Bohrungen durchgeführt

um 1985
.... wurden ca 50 Erkundungslöcher abgeteuft, ab 2016 sollte der Abbau erfolgen, scheinbar hat die Wende 1989 die Region vorerst davor bewahrt (SVZ 5.7.1995)

* bis zum Jahr 1989
...war die Erkundung der Lagerstätte in der DDR bereits weit fortgeschritten und hatte über 30 Millionen DDR Mark gekostet....ein gigantischer Tagebergbau -Abbau in vier Feldern- war ab 2010 rings um Lübtheen geplant ...Geheimprojekt Name "Objekt22" (1.11.1995 Markt Zeitung)
- lagen die Baggerschienen schon bei Redefin bereit?

Jahre 1994-1996
Durchführung eines durch das Kultusministerium M-V gefördertes Forschungsprojektes "Diatomeen-Rohstoffe" (10/94-6/96) O.Fiedler/B.Himmel, “Charakterisierung struktureller, physikalischer und chemischer Eigenschaften sowie neue Anwendungsmglichkeiten der Diatomeenkohle und ihrer Asche aus dem Gebiet Lübtheen”
* 10.1994 Antrag auf Aufsuchung
Die MIBRAG stellt den Antrag auf Aufsuchung der Braunkohle um Lübtheen beim Bergamt Stralsund


Jahr 1995

Absage gegenüber dem Projekt von Wirtschaftsminister Ringstorff (SPD), das Landeskabinett MV spricht sich wenig später gegen die Erkundungsgenehmigung aus
* 1995 Aufstellung Flächennutzungsplan Stadt Lübtheen
Im Zuge der TÖB Beteiligung für die Aufstellung des Flächennutzungsplanes der Stadt Lübtheen, erhält die Stadt erstmals Kenntnis vom Bergamt Stralsund über das Interesse an den Flächen mit der Diatomeenkohle.
* 6.7.1995 Stellung des BUND
"...Garzweiler III steht ins Haus.Die Landesregierung muß diesem Spuk ein sofortiges Ende bereiten..."
* 7.7.1995 SVZ "Kohlebagger-Schatten über Grieser Gegend"
"Umweltminister besorgt / Folgenabschätzung in Arbeit...die Umweltverbände sehen eine Horrorvision auf Südwestmecklenburg
zurollen...Während alle Welt aus der CO2 Mega-Quelle Braunkohle aussteige, solle-wie anno dazumal-in Mecklenburg 100 Jahre verspätet
der Einstieg durchexerziert werden...BUND..Peter Westenberger..."
* 8.7.1995 SVZ "Die Schatzsucher fanden Algenskelette"
"Wahrer Grund für Bergbaupläne: Rohstoff Kieselgur...um Kieselgur aus der Kohle zu gewinnen, muß diese verbrannt werden. Das 800 Megawatt leistende Kraftwerk, von dem die Rede ist, wäre nur Mittel zum Zweck, der Strom ein Nebenprodukt....der Einbruch von Salzsole aus dem benachbarten Kalilager könnte das ganze Projekt scheitern lassen...doch ist der Salzstock vielleicht auch eine Barriere, die die Auswirkungen einer Grundwasserabsenkung begrenzt.Was zutrifft, will die MIBRAG offensichtlich jetzt möglichst im Geheimen klären."
* 08.07.1995 SVZ “CDU-Fraktionschef kontra Braunkohlepläne” “Rehberg: unsinnig und nicht zeitgemäß”, die MIBRAG solle überlegen ob sie überhaupt Mittel in die Erkundung investiert.
* 10.07.1995 SVZ “Gegen Kohleabbau in Lübtheen” “Eckhard Rehberg von der CDU-Fraktion äußert sich”, mit aller Entschiedenheit hat sich der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion gegen eine Erschließung ausgesprochen
* 10.07.1995 Grüne LIGA
"Braunkohle aus Mecklenburg?" "...die Grüne LIGA wendet sich entschieden gegen die Pläne des amerikanisch-britischen
Braunkohleunternehmens MIBRAG...an Kieselgur hat vor allem die Chem. Industrie Interesse. ...Auch kann Kieselgur in der Sprengstoffproduktion verwendet werden...."
* 11.07.1995 SVZ "Abbau ist politisch nicht durchsetzbar"
".....CDU-Fraktionschef..Eckhardt Rehberg,...ein kategorisches Nein...meinte Ladeschefin Angela Merkel
...in Bonn, daß sie nicht grundsätzlich dagegen sei..."
* 12.07.1995 SVZ "Mibrag will kein Gespräch mit Kritikern"
"...keinen Diskussionsbedarf...sieht derzeit ..MIBRAG...Umweltminister Seidel (CDU) warnte vor ...verheerenden Folgen........ein geplantes Kraftwerk mit der energetisch minderwertigen Braunkohle würde gut zweimal soviel CO2 ausstoßen als eines mit Steinkohle..."
* 12.07.1995 SVZ "Lübtheener Kohleabbau rechnet sich kaum"
"MIBRAG: keine Erschließung gegen Landeswillen....das mit Braunkohle gemischte Kieselgurvorkommen in Lübtheen ist in seiner Größe und Zusammensetzung einmalig in Europa...Wie Mibrag-Sprecherin Sylvia Werner erklärte, wird das Unternehmen jede Konfrontation vermeiden. Bergbau könne nur im Einklang mit der Öffentlichkeit, nicht aber gegen sie stattfinden.."
* 13.07.1995 SVZ ” Bremsklötze für die Braunkohlen-Pläne” “Ringsdorf fordert Aufgabe / Bund hält am Übungsplatz fest”
es heißt, Wirtschaftsminister Ringsdorf riet der MIBRAG ihr Vorhaben im Norden aufzugeben, die MIBRAG ließ verkünden, das abgesehen von dem gewaltigen Investitionsschub für die in frühestens 15 Jahren akute Erschließung eines Tagebaus samt der rund 1000 Arbeitsplätze “baggern wir kein Haus weg”
* 13.07.1995 SVZ ”Möglicher Bergbau könnte der Region um Lübtheen auch Chancen bieten” “Am Scheidepunkt der Entwicklung”
* 15.07.1995 SVZ ”Landrat Christiansen: Abbau paßt nicht in Kreis” “Keine Kohleerschließung gegen Landeswillen”, mit aller Entschiedenheit haben sich Politiker wie Vertreter von Umweltverbänden gegen eine Erschließung der Braunkohlevorkommen im Raum Lübtheen ausgesprochen..."
* 25.07.1995 SVZ "Wer Sucht,will in der Regel auch finden"
D.Kreis “Die Mitteldeutsche Braunkohle AG erkundet neben 50 alten Probebohrungen” ".. CDU und SPD wenden sich gemeinsam an den Ministerpräsidenten und bitten um Stellungnahme.....die Karten sind eigentlich gelegt. Sich jetzt zu diesem Projekt endgültig zu positionieren ist nicht zu früh, sondern gerade noch rechtzeitig..."
* 18.08.1995 SVZ "Mageres Gold bleibt unter der Erde"
"...Dr Harald Ringsdorf .....Wir machen der MIBRAG keinerlei Hoffnung auf eine Genehmigung zum Tageabbau von Braunkohle. Es wird in Lübtheen kein Kraftwerk und keinen Über-Tage-Abbau geben......"
* 08.1995 Vortrag Dr.von Bülow in Lübtheen
"Hat der Bergbau in Lübtheen eine Zukunft?".
* 23.08.1995 Markt Zeitung "Ringstorff: von uns gibt es keine Abbaugenehmigung"
* 5.9.1995 SVZ "Bergbau nicht jenseits vom Mitspracherecht"
"..heute abend wollen die Stadvertreter in Lübtheen auch eine Resolution verabschieden, die dem Bergbau...eine Absage erteilt....
gesichert scheint zu sein, daß die MIBRAG rund 500 000 Mark ausgeben will, und vier Bohrungen (50 m tief...) einbringen will, um die Hydrologie zu erkunden..."
* 05.09.1995 einstimmiger Beschluss Stadtvertretung Lübtheen
"Wir leben hier in und um Lübtheen in einer noch intakten Umwelt und Natur und wollen, dass dies auch künftig so bleibt. Wir wünschen uns, auch in etwas größerer Entfernung von Lübtheen, keine durch Tagebau entstehenden ,Mondlandschaften’. Wir befürchten, dass durch die erforderliche Grundwasserabsenkung im Bereich der ,Griesen Gegend’ sich diese in eine ,unfruchtbare Wüste’ verwandelt und an unseren Häusern durch Bergsetzungen in Folge der Grundwasserabsenkung Schäden entstehen. Wir fordern Sie deshalb auf, bereits heute alles zu unterlassen, was zu einem möglichen Tagebergbau führen könnte. Wir würden in einem solchen Falle 1000-fache Argumente – in Form von Bürgerinnen und Bürgern des Amtes Lübtheen und des Umlandes – dagegen ,auf die Straße bringen’".
* 14.9.1995 SVZ Elbe Express "Wünschen keine Mondlandschaften und fürchten unfruchtbare Wüsten"
"...auf solche im Zuge eines eventuellen Tagebergbaus drohenden Gefahren machten Lübtheens Stadtvertreter in einer Resolution an die Landesregierung aufmerksam....nach dem Vortrag des ...Dr. Werner von Bülow....Ende August sei vielen erst deutlich geworden, daß am Ende der jetzt von der MIBRAG beantragten ...Aufsuchungen...etwa im Jahre 2010 der Antrag auf Erteilung der Genehmigung für einen Tagebergbau stehen wird...."
* 9.1995 SVZ Stadtvertretung Lübtheen
....verabschiedet eine Resolution zum eventuellen Tagebergbau
* 26.09.1995 Schreiben MIBRAG an Stadt Lübtheen
- „wir sind uns nicht sicher, unsere Chancen stehen 10:1 gegen uns ein technisch und wirtschaftlich machbares Bergbauprojekt gefunden zu haben ...- „Die Erkundung würde objektive Fakten bringen, die für und gegen den Bergbau- und Industrieprojekt sprechen. An objektiven Fakten sollten jeden gelegen sein.“ (Anmerkung:Wer sucht und finanziert will auch finden)„ Auch wir wollen, keine Mondlandschaften“ (Anmerkung: Braunkohle ist immer Mondlandschaft)
* 27.10.1995 SVZ "Bergleute wollen ausschließlich auf dem Truppenübungsplatz buddeln"
"...MIBRAG schließt Gefahr für umliegende Orte definitiv aus....der Kiefernwald, der das Gebiet bedeckt, ist aus Sicht der MIBRAG ökologisch und wirtschaftlich ohne Wert......"
* 27.10.1995 SVZ HGN "Das schwarze Gold - Segen oder Fluch?" (mit Chronologie)
* 1.11.1995 Markt Zeitung "Gegend bleibt umstritten"
"Bürgermeister Beuth bleibt skeptisch...Wir wollten erfahren, was Strzoka (Prof.Dr.Klaus Strzoka) aus seiner aktiven Zeit über die Vorhaben der DDR Regierung...weiß....Strzoka habe sich seit den 60ger Jahren für die Lübtheener Lagerstätte interessiert und während des Gespräches die Katze aus dem Sack gelassen.Ein gigantischer Tagebergbau -Abbau in vier Feldern- sei ab 2010 rings um Lübtheen geplant gewesen...wenn ein Unternehmen wie die Mibrag, zwei Jahre lang Millionen Mark in eine Erkundung steckt, über die es ja eigentlich aus DDR-Tagen recht genaue Erkenntnisse gibt, dürfte klar sein, daß es hier nicht mehr um das "ob" sondern nur noch um das "wie" geht..."
* 1.11.1995 Markt Zeitung "Bergbau in der Griesen Gegend"
"Lübtheens Bürgermeister Beuth und CDU Fraktionschef Qualmann...fuhren ...in die Bergakademie Freiberg..dort wollten Sie erkunden,was eigentlich zu DDR-Zeiten in der Griesen-Gegend
geplant war....Geheimprojekt "Objekt22"...vier Tagebauen, jährlich etwa 50 Mil.Tonnen Kohle abgebaut werden...kein Wunder, daß Dr.Werner von Bülow vom geologischen Landesamt Schwerin, der damals maßgeblich an den Forschungen beteiligt war, in Lübtheen die Vermittlerrolle für die MIBRAG übernommen hat....30 Millionen Mark habe die DDR in Aufschlußbohrungen gesteckt...die MIBRAG wolle nur erkunden, suggerrierte Bülow der Bevölkerung...Insider sehen die Pläne der MIBRAG völlig anders und vermutlich weiß von Bülow auch darum....demnach spreche die MIBRAG zwar von Untersuchungen, ob man hier Kohle abbauen könne, doch in Wirklichkeit gehe es dem Konzern nur noch um das "wie"...."
* 1995 "Lübtheener fürchten Todesstoß für ihre Region"
Presse Quelle?"...Bericht.. Bürgermeister wolfgang Beuth über seine Dienstreise nach Welzow-Süd in Sachen Braunkohleabbau....das Ergebnis seiner Reise war bedrückend....für die MIBRAG, so Beuth ...steht mit einiger Sicherheit fest, daß einmal um Lübtheen Braunkohle abgebaut wird.....CDU Stadtvertreter Grewe, es muß schnell gehandelt werden....die Bürger müssen auf die Gefahr der Pläne hingewiesen werden.....so wollen die Lübtheener Stadtvertreter mit dieser Problematik gezielt in die Öffentlichkeit gehen...."
* 18.11.1995 SVZ "MIBRAG hält nach wie vor an ihren weiteren Erkundungsplänen fest""...die MIBRAG Direktorin (Doris Benner) ....ein verträgliches Leben für die Bewohner der angrenzenden Gemeinden wollte sie genausowenig garantieren, wie der Geologe Dr. Bülow.........Mitglieder des Ordnungsausschuß verabschiedeten ...Ablaufplan in Sachen Diatomeenkohlelagerstätte....sieht u.a. vor durch....einem Bürgerforum vorhandenen Informationsdefiziten in der Region zu begegnen...."
* 14.11.1995 Ordnungsausschuß Stadt Lübtheen
Thema Kohleabbau, öffentliche Sitzung, Gäste Dr. Bülow, eine Vertreterin der MIBRAG, Presse, Funk u. Fernsehen, keine Entscheidung gefallen, "Wir sagen zum jetzigen Zeitpunkt weder ja noch nein, so Bürgermeister Beuth.."(Sonntagsblitz 19.11)
* 14.11.1995 SVZ "Land kehrt Kohlepläne still unter den Tisch"
"...Ringsdorf: Kabinettsentscheid zu Lübtheen überflüssig...
* 19.11.1995 Sonntagsblitz "Kohlebergbau in Sicht?"
"...der Eingriff in die Natur wäre für das Leben der Bürger folgenschwer...Bürgermeister Beuth sagt: Das geht alle an, darum sollen alle mitentscheiden.."
* 19.11.1995 Sonntagsblitz "Wer auf Kohle sitzt, hat trotzdem Sorgen""...Es geht um die Entwicklung der Stadt zu einem touristischem Zentrum im Elbetal...oder um das extreme Gegenteil: Kohletagebau wie bei Cottbus..." "...es gibt in Europa kein vergleichbares Lager......müßte Grundwasser abgesenkt werden...der stadtnahe Badesee würde dann verschwinden und die Hauswasseranlagen nur noch Luft fördern....
* 23.11.1995 SVZ "Thema wird mir zu hoch gehängt"
"..Landrat sieht keinen Handlungsbedarf beim Koheabbau...Kreis SPD will Befragung anregen..."
* 29.11.1995 Markt Zeitung "Bundeswehr lehnt Braunkohleabbau in Lübtheen ab"
* 30.11.1995 ElbeExpress "Unternehmerforum wurde eine brave Runde" "...Ringsdorf zu dem ...geplanten Abbau ...wir haben eine klar ablehnende Stellungnahme abgegeben, auch das Landwirtschaftsministerium und das BAUM.....Karl-August Rohde von der Agrarproduktion...seine Besorgnis, das sich nach anfänglicher Ablehnung bei Kommunalpolitikern im Ort schon jetzt ein Gesinnungswandel vollzogen zu haben scheint...."
* 6.12.1995 SVZ "Den Lindenstädtern fehlt die Information"
"CDU-Arbeitskreis sieht großen Handlungsbedarf....bei Probebohrungen handele es sich ...nur um Erkundungsmaßnahmen,
der Antrag sei nicht politisch, sondern streng nach Bergrecht zu entscheiden, so Born..."
* 12.1995 Ordnungsauschuß Stadt Lübtheen, öffentliche Expertenanhörung im Bahnhofshotel
* 13.12.1995 Markt Zeitung "MIBRAG ein heißes Eisen"
"..Ministerpräsident Dr.Berndt Seite (CDU) ..der 1.Schritt ist, und das kann man dem Antragsteller vom Gesetz nicht verweigern, daß er einen Antrag auf Probe/Erkundung stellt...ein wesentlicher Bestandteil des Abwägungsprozesses ist das Mitspracherecht der Bürger in dieser ökologisch sensiblen Region. Arbeitsplätze sind das eine, die Umwelt das andere...Darüber hinaus hat die MIBRAG zu erkennen gegeben, daß sie, wenn die Politiker dagegen sind, nicht an dem Vorhaben festhalten will..."
* 14.12.1995 SVZ "..Lübtheen biß sich ...in den Schwanz"
"..Und wir als Antragsteller werden auf alle weiteren Schritte verzichten, wenn eine klare politische Entscheidung schon gegen die Erkundung der Lübtheener Lagerstätte - fällt, erklärte Doris Benner, Direktorin für Rechtswessen....bei der MIBRAG...Einzig die Bundeswehr scheint sich klar positioniert zu haben....Nein zu den von der MIBRAG beantragten Probebohrungen auf...dem Truppenübungsplatz..."
* 20.12.1995 SVZ "Expertenrunde mit der MIBRAG"
"...werden sehen, ob es zu Bürgerbegehren und Bürgernetscheid kommen soll... der Kabinettsbeschluß muß herbeigeführt werden, dafür werde ich mich einsetzen, versprach der Sozialdemokrat
unter dem Beifall der Zuhörer(Backhaus SPD-MdL)....
* 20.12.1995 Presse "Lübtheener FDP ist für Erkundungsborhung"


Jahr 1996

* 01.1996 SPD Ortsverein "Braunkohle Lübtheen" an die Lübtheener Bürger "..das Thema wurde von einigen mißbraucht, um Stimmung zu machen bzw. Politik zu betreiben......unter der Voraussetzung, daß die Erkundung ..positiv ausfallen sollte, soll nach dem Jahr 2000 mit der Entwicklung des Tagebaus und Kraftwerkkomplexes begonnen werden....daher stellen wir fest, daß aus unserer Sicht ein Kohleabbau in Lübtheen keine Chancen hat, es sei denn, der Bundesminister der Verteidigung revidiert seine oben
angeführte Entscheidung....Wir Lübtheener Sozialdemokraten informieren Sie sofort, wenn sich ein neuer Stand ergeben sollte....Sollte eines Tages der Abbau von Kohle in Lübtheen ernsthaft zur Debatte stehen,werden wir eine Volksinitiative einleiten.
* 11.01.1996 ElbeExpress
"Für Fritz Greve ist deutsche Einheit supergut gelaufen" (Fragen an Bürgermeisterkandidaten) "...ist die Kohle eine Chance oder ein greuliches Ungeheuer für Lübtheen?
...Wolfgang Beuth ..ich denke das der Abbau ..eine Chance ...sein dürfte....... Manfre Rotter...über Tage wäre es ...eine Katastrophfe...
... Fritz Greve...eine Chance wenn es ökologisch vertretbar...Schäden beherschbar und überschaubar sind...... Karl Beilfuß...in zehn, fünfzehn Jahren so sein, daß Kohle nicht mehr über Tage abgebaut werden muß, ich sehe dann ...eine Chance für unsere Stadt...
* 26.01.1996 SVZ "..Kohleabbau keine Chance"
"..Information in den Briefkästen der Lübtheener Bürger.."
* 1.02.1996 Elbe Express "Antrag auf eine Erkundung bist heute nicht beschieden" "..Lübtheener SPD informierte Öffentlichkeit über Sachstand zum Kohleabbau...die MIBRAAG..hat im Oktober 1994 ..einen Antrag auf Erlaubnis zur Ausfuchung von Braunkohle im Raum Lübtheen gestellt.....in Aussicht genommen ist der Bau eines 800 MW-Kraftwerkes zur Verstromung...und der Schaffung von bis zu 2000 Arbeitsplätzen......aus unserer Sicht ein Kohleabbau in Lübtheen keine Chancen hat......"
* 01.02.1996 Kreistag Ludwigslust - Thema Braunkohleabbau
* 3.02.1996 Markt Zeitung "Expertenrunde mit der Mibrag"
"Kurz vor dem Weihnachtsfest....hatte der Ordnungsausschußvorsitzende Bernd Qualmann (CDU) zu einer öffentlichen Expertenanhörung geladen.....die MIBRAG erschien in "Starbesetzung" schickte nicht nur ...Justiziarin Doris Benner sondern auch Bergbaudirektor Horst Schmidt ins Rennen. Oberregierungsrat Martin Froben vom Schweriner Wirtschaftsministerium, Dr. Meister (Leiter des geolog. Landesamtes), ein Vertreter des Bauministeriums, Prof. Fiedler (Uni Rostock), Prof. Strzodka (Bergakademie Freiberg) und und...Die geballte Ingelligenz saß am Tisch den Bürgern gegenüber, nur - heraus kam auch an diesem Abend nichts....
Bild "Dipl. Ing. Willibald Streck, Gutachter des umstrittenden Mibrag- Memorandums, wurde von Ausschussvorsitzenden Qualmann hart attakiert........ deutlich wurde, dass es der Mibrag nicht mehr um die Erkundung....sondern eindeutig um deren späteren Abbau geht....
..ob Kohle abgebaut werde oder der TÜP bleibe, entscheide sich erst in sieben oder acht Jahren...Den Zuzgzwang der Mibrag und die Ängste der Einwohner verdeutlichte keiner so treffend wie Peter Elger...." Laut Werbeprospekten der MIBRAG ist die Suche nach neuen Rohstoffquellen eine Existenzfrage" wandte er sich direkt an die MIBRAG Vertreter.....Doris Benner MIBRAG: "Wenn alle Leute gegen unser Projekt sind, werde ich den Teufel tun, aber nicht hier Kohle abbauen. Wir können hier doch nicht den Boden aufreißen wenn wir keine Akzeptanz bei den Leuten finden."
* 6.2.1996 Landeskabinett Schwerin, das Landeskabinett stimmte einer Erkundung der Mibrag nicht zu (SVZ 7.2.1996)
* 7.2.1996 SVZ "Kohle heiß begehrt?"
"Landrat:MIBRAG will rund 80 Jahre lang abbauen...die MIBRAG halte weiter am Vorhaben fest..bei Lübtheen Kohle abzubauen..das sei aus einem Gespräch zwischen Vertretern der MIBRAG und dem Landrat hervorgegangen...Die MIBRAG plane entsprechende Transportlogistik, wobei sich nicht nur auf eine Straßen- und Eisenbahnanbindung beschränkt werde..es wurde deutlich der Wunsch geäußert, auch mittels einer Elbanbindung Schiffahrtswege zu nutzen...."
* 7.2.1996 SVZ "MIBRAG wird gestoppt"
"Landesregierung gegen Kohleabbau bei Lübtheen...die Landesregierung erteile den Abbauplänen der ..MIBRAG ..eine Absage.eine entsprechende Beschlußvorlage ging aus dem Wirtschaftsministerium ins Kabinett..das Umweltministerium hält Energiegewinnung aus der bei Lübtheen lagernden Kohle umweltpolitisch für bedenklich.."
* 21.03.1996 Elbe Express "Kein Verzicht auf Truppenplatz" "..Thema Kohleabbau gilt als abgeschlossen...informierte der SPD Ortsverein in einem Schreiben an die Bevölkerung,..daher stellen wir fest, daß ...ein Kohleabbau in Lübtheen keine Chancen hat...."
* 21.03.1996 Elbe Express "Mögllicher Kohleabbau wieder Thema für Kreistagsabgeordnete"
"..einen Antrag zur Erkundung ...stellt die PDS-Kreistagsfraktion auf der nächsten Sitzung....Rogin (PDS Fraktionsvorsitzender) für die Region sind Tausende von Arbeitsplätzen möglich..."
* 28.03.1996 Kreistag Ludwigslust - Thema Braunkohleabbau
* 12.1996 Symposium Diatomeenkohlelagerstätte Lübtheen - IHK Schwerin - 1. Überarbeitete Auflage 2005
"..die Erkundungsgenehmigung wurde der MIBRAG ...1997 ... erteilt,...das ist ein Erfolg, der auch wesentlich auf das Diatomeenkohle-Symposium der IHK zu Schwerin ....zurückzuführen ist.." "...Die Lagerstättenbedingungen verlangen einen großen Tagebau mit einer Fördermenge, die den Bedarf einer Fabrik....allein weit übersteigt..." "...macht die Wirtschafts-und Arbeitsmarktstatistik deutlich, dass die wirtschaftliche Zukunft der übergroßen Mehrheit der Bewohner des Landsriches zwischen Elbe und A24 nicht im Tourismusgeschäft liegt. Auch die Landwirtschaft kann .....zukünftig nicht mehr Arbeitslplätze schaffen...”
11.12.1996 Presse "IHK für Erkundung von Lübtheener Kohleflöz" "...die Erkundung.....ist zwingend notwendig...das ist das Ergebnis eines Syposiums der IHK Schwerin... aus Sicht der Wirtschaft sei es völlig unverständlich, dass die Landesregierung schon Erkundungsarbeiten ihre Zustimmungverweigert....Diatomeenkohlebergbau bedeute die Schaffung von hunderten Industriearbeitsplätzen..."


Jahr 1997

* 15.04.1997 SVZ "Kohlesuche bei Lübtheen" "..Bundeswehr sperrt sich gegen MIBRAG Pläne...."
* 16.04.1997 SVZ Hagenow "Unternemerstammtisch in Lübtheen / Hoffnungen auf Braunkohlebergbau"
* 16.04.1997 SVZ "Widerspruch eingelegt"
".....die MIBRAG hat fristgerecht Widerspruch gegen die Ablehnung der Erkundung des Kohlevorkommens bei Lübtheen eingelegt, teilte BürgermeisterWolfgang Beuth am Rande des Unternehmerstammtisches in der Lindenstadt mit..."
* 17.04.1997 Elbe Express /P.Elger Lübtheen
"Griese Gegend Schatz liegt nicht in der Tiefe sondern über der Erde""...Abbau....hieße die Natürlichkeit einer ganzen Region in Gefahr zu bringen...Fakt wird sein, daß es die Griese Gegend in der jetzigen Form nicht mehr geben wird...nach Investitionen in Miliardenhöhe für dieses industrielle Großprojekt, wird der Tagebau ...anliegende Ortschaften verschlingen,Landwirte werden Probleme haben Produkte aus einer sogenannten "schmutzigen" Region abzusetzen...Es ist ein Vorzug, in dieser einzigartigen natrülichen Landschaft zu leben....Wir sind uns bewußt uns ist der Schatz nur auf Zeit anvertraut. Es liegt in unserer Verantwortung ihn auch unseren Kindern und Enkeln zu erhalten."
* 25.04.1997 Markt Zeitung "6. Messe der Griesen Gegend"
"...Die MIBRAG wird mit einem umfangreichen Informationsstand erstmalig auf der Messe vertreten sein..."
* 05.1997 Markt Zeitung "Unternehmerstammtisch: Wirtschaftliche Entwicklung....Thema MIBRAG wurde andiskutiert"".. danach ließ Prielipp den Themanball in Richtung Braunkohle...rollen... er betonte, daß...die Diatomeenkohlevorkommen ...eine Perspetktive für die Region seien..."
* 13.06.1997 SVZ Hagenow
"Wald und Militär im Einklang"
* 20.07.1997 SVZ "Lübtheen stimmte Kohleerkundung zu"
"...das Stadtparlament stimmte einer ..Aufsuchung durch die... MIBRAG zu..."
* 1997 Bergamt Stralsund
...erteilt der MIBRAG die Erlaubnis für geologische Untersuchungen (Bewilligung der Bodenerkundung und somit Genehmigung der Probebohrungen)

Jahr 1998

* 11.3.1998 SVZ "Kleineres Übel der Schießplatz oder Anrücken der Kohlebagger"
"MIBRAG darf nun im kommenden Jahr mit Erkundungsbohrungen beginnen.....das Bundesministrerium für Verteidigung und die MIBRAG sind übereingekommen...."
* 8.6.1998 SVZ "MIBRAG darf 1999 mit Erkundung beginnen"
"...bis Jahresende will die MIBRAG eine konkrete Aufsuchungsplanung vorlegen..."
* 15.10.1998 SVZ"Segler zwischen den Welten"
"..Kritischer sieht Beuth den möglicherweise geplanten Kohleabbau in Lübtheen.Er würde darüber die Bevölkerung abstimmen lassen..."
* 8.7.1999 SVZ "Ferienparkinvestor fordert erneut Hilfe des Landrates""...Offener Brief: Tagebau oder Park / Bergamt Stralsund für Sachlichkeit..Der Geschäftsführer der Ferienpark Elbetal Vielank .. GmbH stell die Entscheidungsfrage: Tagebau oder Ferienpark?..Dr-Ing. Matthias Poser ...fordert...eine eindeutige Positionierung des Verwaltungschefs...Hintergrund seien die für ihn immer deutlicher werdenden Anzeichen für einen beabsichtigen Abbau von Diatomeenkohle im Raum Lübtheen.....”

Jahr 2000

* 2.3.2000 SVZ "Riesige Gas-Tanks im Salzstock"
"..Auch Lübtheen weiter im Blickpunkt...das Bergamt Stralsund hat vor drei Jahren dem Unternehmen MIBRAG..die Erlaubnis zu geologischen Untersuchungsarbeiten auf der Lagerstätte erteilt..."
* 6.2000 Naturpark Mecklenburgisches Elbetal
Entwurf Bestandsdorkumentation u. Analyse – Anhang "Entwicklungszenarien zum Abbau der Diatomeenkohlevorkommen bei Lübtheen"
Szenario A:Wirtschaftlicher Aufschwung durch Diatomeenkohleabbau
Szenario B: Zerstörung der Landschaft durch Datomeenkohlebergbau


Jahr 2004

Probebohrungen werden durchgeführt
* 2004 Lübtheen, PDS-Stadtverordneter Prielipp forderte mit dem Rückzug der Bundeswehr die Einstellung zur Diatomeenkohle zu überdenken. Für Lübtheen wäre ihr Abbau vielleicht ein Segen (SVZ 2/2005)
* 14.10.2004 "Informationsfahrt" interessierter Kommunalpolitiker in das Braunkohlerevier Leipzig (MIBRAG).
* 19.11.2004 Landkreisbote "Besuch im Leipziger Braunkohlerevier"
"..Delegation aus dem Landkreis informierte sich bei der MIBRAG über den Abbau des Rohstoffes Braunkohle..."
* 2004 FFH-Gebiet Lübtheener TrpUebgpl in Abstimmung zur FFH-verträglichen Nutzung mit dem Bundesministerium für Verteidigung - 25.05.2004 Nachmeldung FFH-Vorschläge gegenüber der EU laut Kabinettsbeschlusses, hierzu gehört u.a. das Areal der Heidelandschaft auf dem Truppenübungsplatz mit angeschlossenen Gebieten

Weiterführung auf der Seite "Chronologie Diatomeenkohle bei Lübtheen ag 2005"


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29.06.2007
Aktionstage "Zukunft statt Braunkohle"
09.03.2007
Bedrohstoff Braunkohle
23.09.2006
Bundesweite Braunkohle- Widerstandskonferenz
20.08.2006
Podiumsdiskussion mit Kandidaten der Landtagswahl 2006 Mecklenburg-Vorpommern
02.05.2006
Heuersdorfer Delegation in der Griesen Gegend
Weiterführende Links:
Heuersdorf
bergbau-egelnermulde.de
Sössen lebt
Ostkohle
www.mulknitz.com
Garzweiler (BUND)
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