Braunkohleabbau im Landkreis Ludwigslust - Wir sagen nein!
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Geplanter Braunkohletagebau - Dramatische Auswirkungen befürchtet!

Aussagen der MIBRAG nicht Glaubwürdig
Bis August führt die MIBRAG weitere Probebohrungen auf dem Truppenübungsplatz bei Lübtheener durch. Bislang scheint man bei der MIBRAG mit den Ergebnissen der Probebohrungen zufrieden zu sein, die Planungen schreiten voran. Im gleichem Maße wächst die Angst bei Bürgern und Unternehmern. Aufgrund des großen Braunkohlevorkommens, das weit über den Bereich des Truppenübungsplatzes hinausreicht, glaubt kaum noch jemand den Erklärungen der MIBRAG, wonach ein Abbau nur auf dem Gebiet des jetzigen Truppenübungsplatzes stattfinden soll.

Eine große Gefahr durch Grundwasserabsenkung
Eine große Gefahr resultiert aus der notwendigen
  Geologen vom Institut Fresinus im Gespräch mit Herrn Hartinger und unserer BI
Grundwasserabsenkung. Schon das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns hat vor den Gefahren einer Grundwasserabsenkung
gewarnt. Landwirte und allen voran die Unternehmer Richard Hartinger (Fruchtquell,WeserGold, Naturella u.a.) und Kay Hagen (Vielanker Brauhaus) machen sich große Sorgen, sie sind auf das Grundwasser in der jetzigen Güte, Beschaffenheit und Lage dringend angewiesen.

Gutachten wird die Auswirkungen belegen
"Natürlich mache ich mir große Sorgen", erklärt Richard Hartinger. "Deswegen habe ich jetzt zunächst einmal die Anfertigung eines hydrogeologischen Gutachtens in Auftrag gegeben. Am vergangenen Mittwoch (08.06.) trafen sich in seinem Haus in Schwechow die Fachleute, unterstützt von Mitgliedern des Vereins "Braunkohle-nein" zu ersten Gesprächen. Diplom-Geologe Dr. Werner Michler, Berater des renommierten Instituts Fresenius kennt die geologischen Beschaffenheit der Region genau. Für ihn steht fest, dass jede Grundwasserabsenkung schwerste dauerhafte Schäden in einem großen Umkreis verursacht. "Zum einen",erklärt er, "liegt in Lübtheen ein Salzstock, eine Grundwasserabsenkung würde die Versalzung des gesamten Wasserhaushalts zur Folge haben. Und in Anbetracht der notwendigen Abbautiefe von mehreren hundert Metern sprechen wir von gigantischen, abzupumpenden Wassermengen. Wo soll denn dieses salzhaltige Wasser hingeleitet werden? Zur Standortsicherung bedarf es einer großräumigen Vorfeldentwässerung. Die Auswirkungen werden wahrscheinlich
über einen Radius von 40 bis 50 Kilometern hinausgehen."

Nachdenken über einen Abbau der Braunkohle ist abwegig
  Herr Hartinger
Der wirtschaftlich und persönlich in der Region verwurzelte Inhaber der internationalen RiHa Getränkegruppe, Richard Hartinger, kann kein Verständnis für ein Braunkohletagebau im Landkreis Ludwigslust aufbringen. Ein Gewinn für die Region ist nicht ersichtlich. Die Energiepolitik befindet sich im Wandel, Kohleabbau ist umweltbelastend und nicht mehr zeitgemäß. In der gesamten Region wird in den sanften Tourismus investiert.
Herr Hartinger: "Es ist völlig abwegig, über einen Abbau der Braunkohle überhaupt nachzudenken. Ich habe rund 200 Millionen Euro investiert und wenn mein hiesiges Unternehmen auch nur im Ansatz gefährdet ist, wird das ganz sicher auch die Landesregierung zu verantworten haben. " Kay Hagen vom Vielanker Brauhaus ist ebenfalls besorgt und resolut: "Wenn vor der Tür des Brauhauses
  Herr Hagen, Vielanker Brauhaus
ein Braunkohlewerk entsteht oder schon vorher notwendige Grundwasserabsenkungen die Wasserqualität und die Brunnen beinträchtigen, dann wird meine Existenz und die meiner 66 Mitarbeiter vernichtet, das Brauhaus wird geschlossen und irgendjemand wird das finanziell zu verantworten haben. Das ist sicher!"

Schon jetzt gravierende Auswirkungen - Investitionen werden gestoppt
Solange nicht geklärt ist, ob eines Tages die Griese Gegend ein Braunkohleabbaugebiet wird, so lange werden private neue Investitionen im Bereich des Fremdenverkehrs nicht getätigt werden. Selbst vor dem Kauf eines eigenen Häuschens schreckt man in der Region nun zurück. Wer möchte schon in einem Braunkohlegebiet wohnen oder dort ein touristisches Unternehmen ansiedeln?

Positionierung ist wichtig
"Ich bitte die Verantwortlichen sich zu informieren und schon jetzt eindeutig gegen das Braunkohletagebauvorhaben zu positionieren," sagt Kay Hagen, "denn jeder Tag der Ungewissheit kostet dem Land Geld und Arbeitsplätze. Ich habe alle weiteren Investitionen gestoppt."

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Weiterführende Links:
Heuersdorf
bergbau-egelnermulde.de
Sössen lebt
Ostkohle
www.mulknitz.com
Garzweiler (BUND)
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