Der Landesverband von Mecklenburg-Vorpommern hat auf seiner Landesdelegiertenkonferenz beschlossen, die Bürgerinitiative „Braunkohle –Nein“ politisch in ihrem wichtigen Engagement gegen den geplanten Braunkohleabbau durch die MIBRAG (Mitteldeutsche BraunkohlengesellschaftmbH) in der Region Lübtheen (Landkreis Ludwigslust) zu unterstützen. Derzeit werden durch die MIBRAG Probebohrungen zur Erkundung vorgenommen. Es wird von einem Vorkommen von bis zu 5 Milliarden Tonnen ausgegangen, mitderen großräumigem Abbau in einigen Jahren begonnen werden soll. Dazu sollein Braunkohlekraftwerk gebaut werden, dass ca. eine 14-fach höhere Kapazität hätte als z. B. die umstrittene Müllverbrennungsanlage bei Ludwigslust. Nach Ansicht der Bündnisgrünen führt der geplante Braunkohleabbau zu unabsehbaren ökologischen, gesundheitlichen und ökonomischen Folgeschäden: Luftverschmutzung, Schadstoffbelastung, massive Senkung des Grundwasserspiegels, Lärmbelästigung, Gebäudeschäden. Das Konzept des sanften Tourismus in der Region, beispielsweise in der Elbtalaue, wäre unwiederbringlich beendet, denn nach den derzeitigen Erkundungen ist auch das Naturschutzgebiet Elbtalaue betroffen. Die Landesdelegiertenkonferenz forderte ein unverzügliches Ende der Probebohrungen und ein deutliches politisches Stopp-Signal zur sofortigen Beendigung der Planungen für den Braunkohleabbau in der Region.
Quelle: Ulrike Seemann-Katz Landesgeschäftsführerin Bündnis 90/Die Grünen Mecklenburg-Vorpommern |