Braunkohleabbau im Landkreis Ludwigslust - Wir sagen nein!
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Auf dem Truppenübungsplatz Lübtheen haben die neuen Probebohrungen begonnen.

Trotz des beträchtlichen Widerstandes seitens der Bevölkerung, die dramatische Auswirkungen durch ein Braunkohletagebau befürchten, startete die Mitteldeutsche Braunkohle AG (mibrag) ihre neuen Erkundungsbohrungen auf dem, als FFH Gebiet nach Brüssel gemeldeten und nur noch wenig genutzten Truppenübungsplatz.

  Die Anlage für die Probebohrungen ist auf dem Truppenübungsplatz angekommen
Wie Peter Jolas von der Mibrag im Interview des NDR-Fernsehens mitteilte, "soll das Grundwasser für die notwendige Grundwasserabsenkung in die Seen, Flüsse und Vorflut des Standorts verbracht werden. Nur wenn sich ein Salzgehalt des Grundwassers feststellen ließe, wäre dieses Vorhaben problematisch". Die herangeschaffte, 26 Tonnen schwere Multifunktionsanlage soll mit einem Bohrdurchmesser von 1000mmm aus 120 Meter Tiefe Grundwasser und Braunkohle für die weitere Analyse heraufholen.

Wie dem NDR Fernsehen weiterhin mitgeteilt wurde, hält die Mibrag am Vorhaben des Braunkohletagebaus in Lübtheen fest. Schon jetzt kalkuliere man die Kosten der späteren Ansprüche der direkten Anlieger, wenn das Abbaugebiet vergrößert wird. Was als Nebensatz gemeint war, zeigt die angedachte Dimension und gibt der Bürgerinitiative "Braunkohle-Nein" Recht: Das Braunkohleabbaugebiet wird sich nicht auf den Truppenübungsplatz beschränken. Doch nicht nur die Grundwasserabsenkung wird sich negativ auswirken. Es ist bekannt, das der Sandstaub der berühmten Wanderdüne auf dem Truppenübungsplatz schon bei leichten Winden in 3-5 Kilometer
  Die Wanderdüne auf dem Truppenübungsplatz
Entfernung landet. Der feine Sand, welcher der "Griesen Gegend" zu ihrem Namen verhalf, macht nicht nur einen gigantischen "Trichter" zum Abbau der Kohle notwendig, sondern wird sich bei Wind in Anbetracht der Größe einer freigelegten Fläche über viele Kilometer ausbreiten. "Auch in Schwerin wird man dann oft auf dem Sand der
Griesen Gegend kauen", mutmaßen die Anwohner, die seit Jahrzehnten die Auswirkungen kennen, "und dann wird man endlich auch in der Landesregierung endlich von der Griesen Gegend Kenntnis nehmen". Doch dann wird es zu spät sein.

Aber auch in der angesprochenen, notwendigen Grundwasserabsenkung sehen Geologen dramatische Auswirkungen in einem Radius, der weit über die Grenzen des Truppenübungsplatzes hinausgeht. 50 Kilometer und ein noch größerer Radius der Auswirkungen seien denkbar. Die anfallende immense Wasserflut aus der Grundwasserabsenkung ließe sich nicht problemlos entsorgen, warnen die Fachleute weiter. Anläßlich der sorgenvoll stimmenden Nachrichten wird der Vorstand des Vereins "Braunkohle-Nein" in dieser Woche zu einer Krisensitzung zusammenkommen. "Nicht nur die ökologischen, sondern allen voran die wirtschaftlichen Folgen eines Braunkohletagebaus in dieser Gegend wären katastrophal", lautet das Fazit von Bürgern und Unternehmern aus der Griesen Gegend.

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Weiterführende Links:
Heuersdorf
bergbau-egelnermulde.de
Sössen lebt
Ostkohle
www.mulknitz.com
Garzweiler (BUND)
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