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| 07.07.2005: CDU-Kreistagsfraktion: Landrat wackelt beim Thema Braunkohleabbau |
| Reaktionen auf die Position von Herrn Christiansen in der Kreistagssitzung |
„Offensichtlich ist der Landrat aufgrund seiner zweifelhaften Position beim Thema Braunkohleabbau in der Region um Lübtheen gezwungen, sich öffentlich zu verteidigen. Dieser Befreiungsschlag ist ihm leider auch nicht durch die Kritik an der CDU gelungen“, so der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion Andreas Petters. Es sei schon sehr bemerkenswert, dass der Landrat erst jetzt nach der Kreistagsdebatte beabsichtige, sich mit dem Thema zu befassen, so Petters.
„Mich verwundert sehr, dass Herr Christiansen nach Medienberichten zwar schon seit 1995 starke Bedenken gegen den Braunkohleabbau hat, es aber einer CDU-Initiative im Kreistag bedurfte, dass er nun tätig wird. Enttäuschend ist für mich, dass er jetzt trotz aller Bedenken die Gründe, die für einen Kohleabbau sprechen könnten, in einer Vorlage für den Kreistag aufarbeiten möchte. Dieses Verhalten kann seine anscheinend ablehnende Haltung nicht untermauern“, so Petters. Es sei jetzt wichtig, die Bedenken der Bürgerinnen und Bürger des Landkreises ernst zu nehmen und klar Position zu beziehen. Bisher habe sich nur die CDU klar ablehnend zu diesem Vorhaben positioniert. „Nachdem in unserem Landkreis viele Arbeitsplätze im Ernährungsgewerbe und im Tourismus entstanden sind, können wir doch jetzt nicht allen Ernstes für eine Verwüstung unserer Kulturlandschaft sein. Die Haltung des Landrates verunsichert nicht nur Arbeitgeber und Touristen, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger unserer Region. Mich haben schon Nachrichten erreicht, dass bisher sehr aktive Unternehmer aus dem Landkreis ihre Erweiterungs- und Investitionspläne wegen der unklaren politischen Situation auf Eis gelegt haben. Wer stolz darauf ist, dass bei uns hochwertige landwirtschaftliche Erzeugnisse, weiterverarbeitete Waren wie Pizzen, Getränke, Kartoffelprodukte, Süßwaren und sogar Babynahrung und vieles mehr produziert bzw. hergestellt werden, darf sich doch wirklich nicht ernsthaft mit dem `Für` eines Kohleabbaus befassen. Gerade unsere gesunde unversehrte Natur und Umwelt ist dabei Grundlage unseres Erfolges“, betont der Fraktionsvorsitzende.
Wichtig sei jetzt eine klare Position des Landrates ohne wenn und aber für eine gute weitere Entwicklung unseres Landkreises, so Petters abschließend.
Kirch Jesar, 7. Juli 2005
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