|
|
 |
NEWS |
 |
| 13.11.2005 Gedanken zum Volkstrauertag |
| Offener Brief von Helmut Eggers, 2. Vorsitzender der BI "Braunkohle-Nein" |
Volkstrauertag - das ist ein Tag des Gedenkens an die vielen Opfer zweier Weltkriege. In Lübtheen fand hierzu eine Kranzniederlegung am Denkmal auf dem Kirchenplatz statt. Bürgervorsteher Thomas Pietz hielt eine Ansprache mit mahnenden Worten, ein Plädoyer für Frieden und Verständigung. Registrierte man die zahlreichen Zuhörer dieser Veranstaltung etwas genauer, so fielen in der ersten Reihe schon der NPD-Kreistagsabgeordnete, Herr Köster, sowie Herr Pastörs gleich daneben auf. War dies nun eine von rechts unterwanderte Veranstaltung? So wird es uns als Bürgerinitiative "Braunkohle - nein" zumindest immer vorgeworfen, wenn nur einer von beiden dabei ist! Man könnte noch weiter fragen, was denn von den Würdenträgern der Stadt dagegen getan wurde, um diese Beteiligung zu unterbinden. So steht es zumindest in der Berichterstattung über unsere Informationsveranstaltung: "Niemand nahm am 12. September Anstoß an der Anwesenheit zahlreicher Rechter ...". Wird hier etwa mit zweierlei Maß gemessen, zumal die politische Brisanz an einem Volkstrauertag in Bezug auf die Opfer und Täter wesentlich größer ist? Ich will gespannt sein, ob dieses Thema ebenfalls so begierig von der Presse zum Thema gemacht wird! Im Gottesdienst vor der Gedenkveranstaltung wurde das Thema "Vergebung" thematisiert und sehr realitätsnah von Prediger Thomas Bast ausgelegt. Jawohl, ich kann denjenigen auf der nachfolgenden Gedenkveranstaltung vergeben, wenn sie in stillem Gedenken an wirklich alle Opfer hier zusammen stehen. Ich könnte auch einem Herrn Klus aus Leussow, Leiter der Bürgerinitiative "Griese Gegend stoppt Braunkohle", vergeben, wenn er endlich damit aufhören würde, ehrliches Engagement für unsere Heimat in den Dreck zu ziehen. Ich möchte auch all denjenigen vergeben, die auf derartige infame und ehrverletzende Anschuldigungen bisher hereingefallen sind. Ich möchte auch unserem Landrat Herrn Christiansen vergeben, der in der letzten Pressemeldung des Hamburger Abendblattes verlauten läßt: "Allen Beteuerungen zum Trotz könne er nicht erkennen, daß die Bürgerinitiative sich von dem rechten Einfluß löse."Es wird immer wieder relativiert." Lieber Herr Christiansen, Sie können sicher sein, wenn dieser Einfluß vorhanden wäre, dann wäre ich nicht mehr im Vorstand dieser Bürgerinitiative! Ich möchte auch den vielen Journalisten vergeben, die das Thema, das so viele Menschen in der Region und weit darüber hinaus ehrlich bewegt, immer und immer wieder derartig verfälschen und in eine politische Richtung schieben, die nun wirklich keinen interessiert. Sei es nun Absicht oder Unverstand, ich bitte zu bedenken: auch durch ständige Wiederholung werden Unwahrheiten nicht wahr. Und zu guter letzt möchte ich auch den Mitgliedern des "Mobilen Beratungsteams für demokratische Kultur" aus Schwerin vergeben, die mit unseren Steuergeldern zwar beraten sollen, wie wir mit "den Rechten" umgehen können, uns aber bis heute keinen Vorschlag unterbreiten konnten, wie wir unsere Vereinssatzung entsprechend ändern könnten. Genau dieses wurde uns in einem Gespräch am 16.9.2005, also vor fast 2 Monaten, zugesagt, bis heute kam trotz telefonischer Nachfrage keine Reaktion! Wir sollten alle daher endlich die Vergebung ernst nehmen, aufhören mit diesen unsäglichen Grabenkämpfen! Die Zeichen, die gerade momentan aus Richtung MIBRAG kommen sind mehr als ernst! Daher gilt es, die Aktivitäten gegen dieses Vorhaben mit all seinen negativen Folgen zu erhöhen und an einem Strang zu ziehen. Die Beschlußvorlage der Stadt Lübtheen zur Versagung des Verlängerungsantrages der Probebohrungen ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Weitere Schritte müssen folgen! Bitte laßt uns endlich zusammen kämpfen statt gegeneinander!
Helmut Eggers 2. Vorsitzender der BI "Braunkohle-Nein" |
|
 |
 Artikel drucken |
 |
|
 |
|
 |
SERVICE |
 |
| NEWSLETTER |
|
|
 |
|
| VERANSTALTUNGEN |
|
|
 |
|
| LINKS |
|
|
 |
|
|