Braunkohleabbau im Landkreis Ludwigslust - Wir sagen nein!
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Probebohrungen sind auf unüberwindbaren Granit gestoßen - die Erkundung des geplanten Braunkohlegebiets ist vorerst beendet

Die Bevölkerung der Griesen Gegend hat sich den Plänen der Mitteldeutschen Braunkohle mbH erfolgreich widersetzt. Das Landeskabinett Mecklenburg-Vorpommerns hat am 06.12.2005 auf Antrag des Wirtschaftsministers Otto Ebnet (SPD) einstimmig den Verlängerungsantrag für weitere Bodenerkundungen und Probebohrungen des US-Tochterunternehmens abgelehnt. Die Mibrag erkundet seit 1997 das gemeldete FFH-Areal des Truppenübungsplatz Lübtheen mit dem Ziel, das Diatomeenkohlevorkommen im Tagebau abzubauen. Nun läuft zum 31.12.05 die genehmigte Frist ab und es bedurfte eines Verlängerungsantrags seitens der Mibrag. Der Versagung durch das Landeskabinett waren vielfältige Proteste der Bürger und Unternehmer in der Griesen Gegend vorausgegangen. Die Bürgerbewegung "Braunkohle-nein" e.V. und andere Initiativen haben es durch nachhaltige und sachliche Aufklärung bei Politikern und der Verwaltung geschafft, das Damokleschwert eines Braunkohletagebaus erst einmal zu verhindern. Mit so hervorgerufenen Beschluss der Landesregierung ist klargestellt, dass die Menschen und die Politik in MV keine landschaftszerstörenden und staubvernebelten Kraterlandschaften im Landkreis LWL wollen. In dem erreichten Schulterschluss zwischen den Bürgern und den politisch Verantwortlichen wurde eine Signal auch für jeden anderen
  Kai Hagen Vorsitzender Braunkohle-Nein e.V.
Energiekonzern mit derartigen Begehrlichkeiten gesetzt. "Wir haben geschafft,was uns vor 6 Monaten noch niemand zugetraut hat. Dieser Erfolg ist ein Erfolg von aktiven Menschen über die Profitsucht eines Unternehmens", so Kai Hagen, Vorstand des Vereins "Braunkohle-nein" e.V. Für die Menschen in Mecklenburg kam am gestrigen 6.Dezember der Nikolaus - für die Mibrag kam Knecht Ruprecht.

Es wird jedoch erwartet, dass die Mibrag innerhalb der gesetzlichen Frist von einem Monat nach Zustellung des Ablehnungsbeischeids Widerspruch einlegen wird. Daher darf nach dem grandiosen Teilerfolg der Protest nicht eingestellt werden. Im Rahmen des Widerspruchsverfahren muss sich das Bergamt Stralsund mit den Einwendungen der Mibrag auseinandersetzen. Sollte das Bergamt auch den Widerspruch zurückweisen, stünde der Mibrag immer noch die Klagmöglichkeit vor dem Verwaltungsgericht offen. Und ob durch den Beschluss des Landeskabinetts die Pläne des Braunkohleabbaus generell und endgültig vom Tisch sind, bleibt abzuwarten. "Und wir werden aufmerksam bleiben und zum Wächter der Griesen Gegend werden", erklärt Kai Hagen. "Wir müssen gemeinsam weiterhin für den Erhalt unserer Heimat kämpfen". Und das werden sie tun, die Wächter der Griesen Gegend.

Braunkohle-nein e.V. Mitglieder, Vorstand und Pressestelle
07.12.2005

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Weiterführende Links:
Heuersdorf
bergbau-egelnermulde.de
Sössen lebt
Ostkohle
www.mulknitz.com
Garzweiler (BUND)
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