Landrat Rolf Christiansen begrüßt ausdrücklich die Ablehnung der beantragten Fristverlängerung der Mitteldeutschen Braunkohlegesellschaft (Mibrag) aus Theißen (Sachsen-Anhalt) für die Kohle-Erkundung bei Lübtheen durch das Bergamt Stralsund. Dadurch wird für die Region wieder Planungssicherheit geschaffen. Es werden nun langfristige Planungen im privaten, wirtschaftlichen und im kommunalen Bereich wieder möglich. Der Landrat forderte in einem Schreiben die Mibrag auf, von weiteren Erkundungsaktivitäten im Interesse der Region Abstand zu nehmen. Auch die Landesregierung forderte er auf, alle rechtlichen Schritte auszunutzen, um eine weitere Aufsuchung, die zur erheblichen Verunsicherung in der Region führt, zu verhindern. Gerade viele kleine und mittelständische Unternehmen, die auch ihre Grundlage in der Landwirtschaft bzw. im Obstbau haben, sind stark verunsichert und halten derzeit Investitionspläne zurück. Die Ausmaße eines Tagebaus wären in einem sehr großen Radius nach derzeitigen Erkenntnissen spürbar und würden diese Betriebe beeinträchtigen. Ebenso die in der Region tätige Unternehmen wenden sich gegen weitere Erkundungs- und möglichen Abbaupläne. Sie befürchten bereits heute Nachteile, da die weitere Entwicklung der betroffenen Region ungewiss ist. Aufgrund dieses Zustandes ist zu befürchten, dass Investitionen, die die Region dringend braucht, nicht getätigt werden. Aber auch die Menschen in der betroffenen Region sind zum großen Teil verunsichert. Dies wird deutlich aus einer Stellungnahme der Stadt Lübtheen, die Bürgermeisterin Ute Lindenau in der Kreistagssitzung am 08.12.2005 vorgetragen hat. Eine lange Zeit der Unsicherheit ist für die Region nicht tragbar und nicht zu verantworten, so der Landrat.
Quelle:
www.kreis-lwl.de |