Braunkohleabbau im Landkreis Ludwigslust - Wir sagen nein!
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Vor 18 Monaten noch undenkbar

Im Zeitraum von 1998 bis 2005 war in der Öffentlichkeit kaum etwas zur Braunkohleproblematik zu hören auch nicht seitens der Politik und das obwohl das Thema längst nicht vom Tisch war.
Dann im Februar 2005 gab es einen ersten Artikel der SVZ Redaktion Hagenow "Kohlekumpel erkunden Lübtheener Abbaugebiet - 2005 weitere Probebohrungen / MIBRAG: Projekt hat reale Chancen "
Diese Meldung ließ Bürger der Region aufschrecken, kurz darauf wurden die erste in Initiativen aktiv.
Heute gibt es mehrere Initiativen und Vereine die auf ihre Weise gegen das Tagebauvorhaben vorgehen.

Diesen Aktivitäten ist es zu verdanken, dass Öffentlichkeit und Politik auf die schleichende Gefahr aufmerksam wurde. Deutlich wurde dies durch Pressemeldungen, Rundfunkberichten, tausende Unterschriften gegen den Tagebau und den Beschlüssen der politischen Vertretungen ab dem Jahr 2005. Nicht zuletzt zeigt sich die heutige Wertigkeit des Themas nun auch im Vorfeld der Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern, kaum eine Partei die das Thema nicht im Wahlprogramm aufgenommen hat, manche Partei gleich im bekannten Wortlaut

"Wir sagen Nein!"

Auch die Podiumsdiskussion im August hat einen großen Anteil daran, dass nun selbst die sogenannten "kleinen Parteien" um das Thema wissen und sich dagegen "stark" machen. Bis zur Veranstaltung, das machten die Vertreter der "kleinen Parteien" deutlich, wußten viele noch nicht einmal etwas vom Thema und waren sehr erschrocken über das Vorhaben.
Ein Beispiel hierzu: "... Erstaunlich für mich ist dann aber die Frage, warum haben die etablierten Parteien bisher mehr 10 Jahre gebraucht und das Thema noch nicht geklärt. Um einen besseren Einblick zu dem Thema zu bekommen, habe ich persönlich beim Bergamt in Stralsund vorgesprochen. Dort wurde mir ...mitgeteilt, daß ... Bergrecht Landesrecht bricht. Daraus ergeben sich sicher nur zwei Fragen:
Entweder die Landesregierung weiß dies nicht ... oder sie weiß es und meint die Bürger damit zufrieden zu stellen, daß, wie Herr Till Backhaus während dieser Podiumsdiskussion mehrfach äußerte, am 06.02.1996 ein Kabinettsbeschluß gefaßt wurde, der einer Erkundung der MIBRAG nicht zustimmt. "Es bedarf keiner weiteren Entscheidungen" so wörtlich Herr Till Backhaus während der Podiumsdiskussion.
Gehen wir davon aus, daß den etablierten Parteien im Landtag, die Aussage, daß Bergrecht vor Landesrecht geht, bekannt ist, dann bleibt die Frage, warum wurde in den vergangenen Jahren von diesen Parteien nichts unternommen, um bei der Bundesregierung und auch bei der EU derartigen Einfluß zu nehmen, damit in dieser Region den Menschen die Angst zu diesem Thema genommen wird.. ...." (Quelle: Manfred Krohn / AGFG 28.08.2006 http://www.kandidatenwatch.de/manfred_krohn-858-9262.html)
Herr Petters von der derzeitigen Opposition im Landtag sagte "...Wer uns kennt, weiß, daß wir alles versuchen werden die Basis dafür zu legen, daß es einen Gericht leicht gemacht wird, sich gegen die Braunkohle zu entscheiden." (Quelle:NDR Interview)

Fazit
Die Vielzahl der Initiativen, Vereine und Parteien mag für manch einen verwirrend erscheinen, dennoch haben letztlich alle ein erklärtes Ziel, das Vorhaben des Braunkohletagebaus hier in Mecklenburg zu verhindern. Und gerade diese Vielzahl der Initiativen mit den unterschiedlichsten Vorgehensweisen, Wegen, Mitteln und Aktionen macht es den an der "Kohle" interessierten Unternehmen schwierig sich in "diplomatisch-freundschaflticher" Weise auf diesen "Gegenwind" einzustellen oder ihn wohlmöglich auch zu kontrollieren. >>> Vor 18 Monaten noch undenkbar für uns wie auch für die MIBRAG!

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Weiterführende Links:
Heuersdorf
bergbau-egelnermulde.de
Sössen lebt
Ostkohle
www.mulknitz.com
Garzweiler (BUND)
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