Bei dieser Braunkohle handelt es sich um eine braunschwarze Ablagerung in Tiefen von -40 bis -400 m die sich vor ca. 8-6 Millionen Jahren gebildet hat. Das Kohlevorkommen legt sich aus nordwestlicher Richtung her, etwa ab der Ortschaft Melkof, um die Stadt Lübtheen herum in Richtung Südosten im Bereich von Hohen Woos.
Übersicht
Die bei der Verbrennung der Diatomeenkohle anfallende Asche ist unreine Kieselgur. Die Kohle hat einen sehr geringen Heizwert, ca. 50 Prozent zur Vergleichskohle sowie einen extrem hohen Aschegehalt. Erstmalig auf diese Kohle bei Lübtheen stieß man 1928. Bis 1989 hatte die Erforschung über 30 Millionen DDR Mark verschluckt und "...die Erkundung der Lagerstätte in der DDR war bereits weit fortgeschritten....ein gigantischer Tagebergbau - Abbau in vier Feldern- war ab 2010 rings um Lübtheen geplant ...Geheimprojekt Name Objekt22" (Markt Zeitung 11/1995) Im Jahr 1994 stellte die MIBRAG einen Antrag auf Erkundung der Lagerstätte.1997 erteilte das Bergamt Stralsund der MIBRAG die Erlaubnis für geologische Untersuchungen. Seitens der IHK zu Schwerin strebte man mit dem Symposium von 1996 "Diatomeenkohlelagerstätte Lübtheen" (Überarbeitet 2005) danach, die Lagerstättenerkundung voranzubringen, interessant dabei zu lesen: "Die Lagerstättenbedingungen verlangen einen großen Tagebau mit einer Fördermenge, die den Bedarf einer Fabrik....allein weit übersteigt..." Die Angaben zu der Vorkommengröße schwanken. So ist im Symposium der IHK zu Schwerin (1997) von 15 Milliarden Tonnen für das gesamte Vorkommen um Lübtheen die Rede, diese Größe erhöht sich auf 19 Milliarden Tonnen in der SVZ vom 1.3.2005. Für das technisch & wirtschaftlich abbaubare Vorkommen wird im Symposium der IHK zu Schwerin (1997) der Wert von 300 Millionen Tonnen angegeben, in der SVZ vom 1.3.2005 wird bereits ein Wert von 1,8 Milliarden Tonne auf 42 Quadratkilometer angegeben.